Wissenswertes über Klein- und Haustiere

Impfungen

Allgemeines: Impfungen sind aktive Immunisierungen, das heißt der Impfstoff enthält abgetötete Krankheitserreger oder Bestandteile davon, gegen welche vom Immunsystem Antikörper gebildet werden.
Die Impfung besteht aus einer Grundimmunisierung und Wiederholungs­impfungen.
Das Tier sollte zur Impfung gesund und frei von Parasiten sein.
Auch ist ein Mindestalter von Welpen zu berücksichtigen. Welpen nehmen mit der Muttermilch Abwehrstoffe gegen Infektionskrankheiten auf. Diese passive Immunisierung schützt das Neugeborene in den ersten Lebenswochen.
Werden Welpen zu früh geimpft, fangen diese Abwehrstoffe die Impfantigene ab und neutralisieren sie. Es wird kein Impfschutz ausgebildet.

Impfempfehlung Hund

Hundewelpen sollten im Alter von 8 Wochen das erste Mal geimpft werden. Es folgt eine Wiederholungsimpfung im Alter von 12 und 16 Wochen.
Die Grundimmunisierung ist mit der Impfung nach einem Jahr abgeschlossen.
Die Wiederholungsimpfungen richten sich nach den geltenden Empfehlungen und erfolgen ein- bis dreijährlich.

Impfempfehlung Katze

Kätzchen sollten ihre erste Impfung im Alter von 9 Wochen erhalten. Die Wiederholungsimpfung folgt im Alter von 12 bis 13 Wochen und von einem Jahr.
Reine Wohnungskatzen, die keinen Kontakt zu Freigängern haben, benötigen nur eine Immunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche.

Impfempfehlung Kaninchen

Kaninchen werden gegen Myxomatose und Hämorrhagische Septikämie (RHD, Chinaseuche) geimpft. DasImpfschema richtet sich nach der aktuellen Seuchenlage.

Entwurmung Hund und Katze

Hundewelpen sollten 2 Wochen nach der Geburt entwurmt werden. Es folgen Entwurmungen jeweils eine Woche vor den Impfungen. Eine regelmäßige Entwurmung erfolgt 3-4x jährlich.
Welpen, welche viel Kot und andere Sachen aus der Umgebung aufnehmen, sollten öfter entwurmt werden.
Im Zweifelsfall raten wir zu einer Kotuntersuchung auf Würmer. Dazu sollte eine Sammelkotprobe über 3 Tage untersucht werden.

Katzenwelpen sollten im Alter von 3 Wochen entwurmt werden. Des weiteren ist vor den jeweiligen Impfungen eine Entwurmung ratsam. Freigänger werden 3-4x jährlich entwurmt. Bei reinen Wohnungskatzen empfehlen wir mindestens einmal jährlich eine Entwurmung vor der Impfung.

Die angewendeten Medikamente töten nur die momentan vorhandenen Würmer und Larven ab. Eine prophylaktische Wirkung besteht nicht.

Flohbefall

Jede Katze und jeder Hund, der Kontakt mit anderen Tieren hat, kann sich Flöhe "einfangen".
Am besten lässt sich der Befall nachweisen, indem man mit einem Flohkamm das Fell der Tiere durchkämmt.
Wenn dabei kleine schwarze Krümel auffallen, sollten sie auf ein Stück Küchenrolle gegeben und mit Wasser befeuchtet werden. Bildet sich dabei ein rötlich-brauner Hof, handelt es sich um Flohkot.
Das Tier muss behandelt werden.
Da sich nur ein geringer Teil der Flöhe auf dem Tier, der Großteil jedoch in seiner Umgebung aufhält, ist die Umgebungsbehandlung genau so wichtig wie die Behandlung des Tieres. Decken, Bettwäsche und ähnliches sollten gewaschen werden. Teppiche müssen gründlich abgesaugt und der Staubsaugerbeutel sofort entsorgt werden. Für unzugängliche Stellen empfiehlt sich die Anwendung eines Parasiten abtötenden Umgebungssprays.

Fütterungsempfehlungen Kaninchen und Meerschweinchen

Krankheiten bei Kaninchen und Meerschweinchen werden häufig durch eine falsche Fütterung hervorgerufen.
Die Verdauung dieser Tiere ist äußerst empfindlich. Ein Weitertransport des Nahrungsbreis duch den Magen-Darm-Trakt erfolgt nur, wenn Futter aufgenommen wird, und dadurch ein Weiterschieben der Ingesta stattfindet. Wird kein Futter aufgenommen, kommt es zum Ingestastau, und damit zu Fehlgährungen und Aufgasung von Magen oder Darm.

Kaninchen und Meerschweinchen verfügen über lebenslang wachsende Schneide- und Backenzähne. Für deren Abrieb ist die Fütterung rohfaserreicher Nahrung wichtig. Die Hauptnahrungsquelle muss deshalb Heu sein.
Zweimal täglich sollte Grünfutter gegeben werden. Dazu zählen Wiesengräser, Löwenzahn, wenig Luzerne oder Klee, Gemüse wie Möhren, Gurken, Kohlrabi, Möhrenkraut und Obst in kleinen Mengen.
Hölzer ungespritzter Obstbäume können zum Knabbern angeboten werden und unterstützen den Zahnabrieb. Brot ist dazu ungeeignet. Es enthält zu viele leicht verdauliche Kohlenhydrate, welche zusätzlich das Darmmilieu schädigen.
Auch Körner, Haferflocken und in Fachgeschäften angebotene Snacks sind ungeeignet für die Ernährung von Kaninchen und Meerschweinchen. Sie enthalten zu viel Fett und Zucker. Lediglich besondere Situationen wie Trächtigkeit, Säugezeit oder überwinterung im Freien rechtfertigen die Fütterung von Kraftfutter.